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Ein neuer Browser namens Spartan für Windows 10 – Konkurrenz für den Internet Explorer aus den eigenen Reihen?

Die Technical Preview der neuesten Windowsversion schlug im Herbst vergangenen Jahres hohe Wellen (netzorange berichtete). Windows 10 wartet mit zahlreichen Veränderungen auf, die ganz im Zeichen des parallelen Arbeitens und der Personalisierbarkeit der Bedienoberfläche stehen. Ziel von Microsoft ist die geräteübergreifende Lauffähigkeit des Betriebssystems, die beim unbeliebten Windows 8 zwar auch schon angedacht, jedoch nicht benutzerfreundlich umgesetzt war. Nach der erfolgreichen Vorstellung von Windows 10 – über 1,5 Millionen Menschen haben bereits die Technical Preview installiert – kommt Microsoft nun mit der nächsten Veränderung um die Ecke: Neben dem altbekannten, verstaubten Internet Explorer soll ein zweiter Browser in Windows 10 integriert werden. Wodurch „Spartan“ sich auszeichnet und was er für die Zukunft des Internet Explorers bedeutet, erfahren Sie hier.

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Die Tage des Internet Explorers scheinen gezählt

Vor rund 20 Jahren erschuf Microsoft seinen Internetbrowser, darf sich also ein echtes Urgestein gerade in diesem Bereich nennen. Allerdings wurde der Internet Explorer über die Jahre zunehmend negativ durch Nutzer und Fachmedien bewertet. Angebliche Sicherheitslücken, schlechte Darstellung von Seiten, ein geschlossener Quellcode und die Abhängigkeit von neuen Microsoftversionen, um die aktuellsten Funktionen nutzen zu können, haben den Internet Explorer langsam, aber sicher in Verruf gebracht. Konkurrenzbrowser wie Google Chrome und Mozilla Firefox erfreuen sich mittlerweile deutlich größerer Beliebtheit.
Diesem angeschlagenen Image versucht das Entwicklungsteam von Microsoft nun mit einem gänzlich neuen Internetbrowser beizukommen. Anstelle einer überarbeiteten 12. Version beinhaltet Windows 10 weiterhin den Internet Explorer 11. Das gibt der Fachpresse zu denken und wirft die Frage auf, ob die Tage des ehemaligen Marktführers bereits gezählt sind. Eine klare Äußerung von Microsoft gibt es dazu bisher nicht. Auch über den Browser-Neuling Spartan gibt es noch wenige offizielle Informationen. Auf einer Pressekonferenz am 23.01.2015 stellte der Software-Riese zumindest Ausschnitte des neuen Browsers vor, dessen Name Programm zu sein scheint.

Project Spartan – spartanisch, praktisch, gut?

Spartan kommt in seiner Aufmachung im wahrsten Sinne des Wortes spartanisch daher und erinnert in seinem visuellen Aufbau stark an Google Chrome. Sinn und Zweck der reduzierten Oberfläche ist die Fokussierung auf die Webseiten, deren Inhalte in den Vordergrund rücken sollen. Alle Funktionen des neuen Browsers werden hinter dezenten Steuersymbolen verborgen. Spartan wirkt insgesamt wesentlich moderner und schicker als der Internet Explorer, wofür die neu designte Adressleiste ein gutes Beispiel ist.

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Schnelle Ladezeiten und eine neuartige Notiz-Funktion machen Lust auf mehr Spartan

Spartan ist von Grund auf neu programmiert worden und soll auf allen Endgeräten, also auch Smartphones und Tablets verfügbar sein. Im Gegensatz zum Internet Explorer, dem immer wieder schlechte Seitenauflösungen und lange Ladezeiten vorgeworfen werden, setzt Microsoft auf eine neu entwickelte Rendering-Engine. Dieses (als im weitesten Sinne zu bezeichnende) „Programm“ soll für eine deutlich bessere Auflösung und schnelle Ladezeiten sorgen, eine Entwicklung, die den genervten Internet-Explorer-Nutzer nur freuen kann.
Eine weitere interessante Neuerung ist die Fähigkeit Spartans, PDFs ohne zusätzliche Software anzuzeigen. Das zeitaufwändige Herunterladen der Dokumente entfällt dadurch. Spartan verfügt zudem über eine sogenannte Leseansicht, die dafür sorgt, dass Textinhalte von Webseiten isoliert dargestellt werden, sodass man sich gut auf das Lesen konzentrieren kann.
Neben diesen innovativen Anzeigefunktionen wurde für Spartan zusätzlich ein Notiz-Modus programmiert. Dieser Modus lässt die Bearbeitung und Kommentierung von Seiteninhalten zu, indem die gerade aufgerufene Website für diesen Vorgang eingefroren wird. Die erstellten Notizen können auch gespeichert und an andere Spartan-Nutzer weitergeleitet werden. Eine vergleichbare Funktion exisitiert bisher in keinem anderen Browser.
Insgesamt scheint Spartan die schnellere, modernere und vor allem nutzerfreundlichere Version des Internet Explorers zu sein.
Noch beinhaltet Windows 10 Spartan nicht direkt, aber mithilfe eines kleinen Tricks haben Interessierte, die die Technical Preview nutzen, die Möglichkeit, die Engine schon einmal auszuprobieren: Dazu gibt man about:flags in die Adresszeile ein, gelangt so zu den erweiterten Optionen des Internet Explorers und aktiviert dort die Experimental Web Platform Features und damit die neue Rendering-Engine.
Was Spartan zukünftig für die langfristige Existenz des Internet Explorers bedeutet, lässt Microsoft sich noch offen. Sicher ist, dass Spartan kommt und die Windowsbenutzer vermutlich mehr ansprechen wird als der alte Browser. Man darf gespannt bleiben, was Microsoft vorhat. Spätestens der endgültige Windows 10 Release im Sommer/Herbst dieses Jahr wird weitere Erkenntnisse mit sich bringen. netzorange hält weiterhin Augen und Ohren für Sie offen.

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Über die Autorin
Vera Kranz
ist seit 2014 Werkstudentin bei netzorange. Als angehende Sozialwissenschaftlerin evaluiert sie regelmäßig die Kundenzufriedenheit. Zudem unterstützt sie das Marketingteam bei der Durchführung und Planung von Projekten und informiert die Kunden regelmäßig über die technischen Neuheiten im Blog.