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IT-Märchenstunde – netzorange präsentiert die berühmtesten Mythen der IT

Das Internet liefert uns eine Fülle von Informationen – inwiefern der Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch stimmt, ist fraglich. Auch in der IT gibt es zahlreiche Mythen, die im Internet enstehen und ihr Unwesen treiben. Grund genug für uns, sich der Sache anzunehmen. Wer, wenn nicht netzorange als Experten auf dem IT-Gebiet, könnte diese Mythen aufklären?

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Computerneustart erst nach 15 Sekunden?

Der Computer ist gerade heruntergefahren, plötzlich fällt einem ein: Ich wollte doch noch die E-Mails abrufen! Das bedeutet, den PC schnell wieder anmachen. Hier stellt sich jetzt die Frage: Wie lange muss man denn warten, wenn man den PC gerade erst heruntergefahren hat, ihn aber nun wieder einschalten möchte? Gilt die typische 15-Sekunden-Regel oder existiert diese überhaupt nicht?

Die Regel, dass man vor einem Neustart vorerst einige Sekunden warten sollte, stimmt zwar, jedoch müssen es nicht die besagten 15 Sekunden sein. Knappe fünf Sekunden reichen vollkommen aus, damit sich der Lesekopf einer Festplatte wieder in seiner ursprünglichen Parkposition befindet. Bei einem direkten Neustart ohne Wartezeit kann es vorkommen, dass der Lesekopf zum Stillstand kommt. Dies passiert in der Regel jedoch sehr selten. Riskieren muss man es trotzdem nicht – schließlich sind fünf Sekunden Wartezeit meist zu verkraften.

Kann die Laufgeschwindigkeit eines Computers durch zu viele Programme beeinflusst werden?

Nein, bei diesem Mythos geht es nicht darum, wie schnell der PC wortwörtlich laufen kann, sondern um die Leistungsfähigkeit des Computers. Wenn man immer mehr Programme auf seinem Rechner installiert, bekommt man als Nutzer oft das Gefühl, dass dieser langsamer läuft als noch am Anfang. Kann die Leistungsfähigkeit dadurch tatsächlich geringer werden? Und gibt es eine bestimmte Grenze von installierten Programmen, die man nicht überschreiten sollte, damit der PC noch schnell genug arbeitet?

Wir können direkt Entwarnung geben: Die Leistungsfähigkeit eines Computers und somit die Rechenleistung wird erst geringer, wenn rund 80 % des Speicherplatzes durch Programminstallationen ausgelastet sind. Alles unterhalb dieser Grenze hat keine großen Auswirkungen auf die Geschwindigkeit.

Kevin Jost - netzorange IT-Dienstleistungen „Programme erledigen meist unsichtbar im Hintergrund ihre Arbeit und belegen damit wertvolle Rechenleistung, obwohl einige Programme womöglich gar nicht mehr benötigt werden. Gelegentlich sollte man kontrollieren, ob nicht ein paar Programme entfernt werden können. Fotos, Lieblingslieder oder Videos können hingegen dauerhaft auf dem PC verbleiben. Die Rechenleistung wird von diesen nicht beeinträchtigt.“
Kevin Jost, netzorange IT-Dienstleistungen

 

Wie viele Virenschutz-Programme sollte man haben?

Vor Viren sollte man sich doch besser doppelt schützen. Schließlich kann so dem PC erst recht nichts mehr geschehen. Schäden am Betriebssystem oder an der Hardware müssten somit der Vergangenheit angehören. Oder etwa nicht? Ist der PC mit zwei Virenprogrammen sicherer vor Malware oder sind zwei vielleicht doch eins zu viel?

Einen doppelten Virenschutz zu haben, ist völlig sinnlos und sogar kontraproduktiv. Es kann nämlich vorkommen, dass die beiden Programme sich gegenseitig als schädliche Software deklarieren und deshalb blockieren. Der eigentliche Sinn, den Computer doppelt zu schützen, ist somit nicht gegeben. Malware hat nun freie Bahn und kann dem PC erheblichen Schaden zufügen. Halten Sie sich besser an den „1-fachen“ Schutz.

Vor welchen Viren Sie speziell gewappnet sein sollten und was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie in unserem Artikel zu den sechs verschiedenen Arten von Computerviren.

Kann mein Computer durch einen Hard Reset Schaden nehmen?

Viele wissen nicht genau, ob man den PC nun wirklich herunterfahren muss oder dies auch auf die einfache Art funktioniert – über den Power-Knopf?
Um einen Computer auszuschalten sind theoretisch beide Methoden möglich, aber leider kann eine davon in der Praxis dem System erheblichen Schaden zufügen. Hier ist Vorsicht geboten!

Bei einem sogenannten Hard Reset eines Computers mithilfe des Power-Knopfs werden die im Hintergrund laufenden Programme nicht ordnungsgemäß beendet. Auch mögliche Updates werden abrupt unterbrochen. So kann es im schlimmsten Fall zu Systemfehlern kommen. Das bedeutet: Lieber den PC ordentlich herunterfahren, damit man dem System ganz sicher nicht schaden kann.

Papierkorb wiederherstellen – werden die Daten beim Leeren des Papierkorbs unwiderruflich gelöscht?

Ein falscher Klick und alles ist gelöscht, obwohl das gar nicht die Absicht war. Mit dem Leeren des Papierkorbs verbindet der Großteil der Computer-Nutzer eine direkte Vernichtung der Daten. Ist es möglich, die Daten doch noch zu retten? Oder sind diese mit dem Leeren des Papierkorbs wirklich gänzlich gelöscht worden?

Durch das Leeren des Papierkorbs wird dem Computer signalisiert, dass der Speicherplatz der gelöschten Daten überschrieben werden kann. Mit speziellen Tools kann man das Gelöschte so lange rekonstruieren, wie es noch nicht von neuen Daten überschrieben wurde. Das Speichern von neuen Dateien im Anschluss sollte also vermieden werden, wenn man die gelöschten Daten wiederherstellen möchte. Sonst ist dies nachträglich tatsächlich nicht mehr möglich.

Sind Apple-Geräte sicherer vor Schadsoftware?

Sie haben richtig gehört. Apple-Geräte sollen Gerüchten nach immun gegen Schadsoftware sein. Da überlegt man doch gleich, Nutzer eines Apple-Gerätes zu werden. Bevor Sie das jedoch tun, sollten Sie sich im Vorfeld von uns über die Wahrheit dieses Mythos aufklären lassen!

Als Apple am Anfang stand und die Produkte noch nicht so verbreitet waren wie heute, war die Möglichkeit tatsächlich sehr gering, dass der PC von Viren befallen wird. Der Aufwand, für eine verhältnismäßig kleine Zielgruppe schädliche Programme zu entwickeln, war schlicht zu groß. Im Jahr 2006 tauchte dann doch die erste Malware für Mac OS X auf. Sogenannte Scareware verbreitete sich einige Zeit später. Diese Art von Malware gaukelt dem Nutzer vor, von einem Virus betroffen zu sein, sodass dieser zum Kauf von Lösungen zum Entfernen der vermeintlichen Gefahr animiert wird.

Mittlerweile sind Apple-Nutzer also nur noch bedingt sicherer vor Schadsoftware. Dies lässt sich mit der steigenden Beliebtheit der Apple-Produkte erklären. Malware für Apple-Geräte zu entwickeln, rentiert sich nun für Hacker. Besonders der App Store geriet im letzten Jahr ins Visier der Hacker, sodass eine Vielzahl von Apps infiziert wurde.

Alexander Vukcevic, Director Virus Labs Avira „Aufgrund der geschlossenen Architektur des iOS-Betriebssystems ist die Gefahrensituation von Schadsoftware für Apple-Nutzer etwas unbedenklicher. Ein Problem ist derzeit aber Adware oder Scareware für den Mac. Mac-Nutzer können sich davor mit einer aktuellen Antiviren-Software schützen. Auf der mobilen Plattform von Apple kursierte 2015 im App Store eine Malware namens „XcodeGhost“. Mehr als 350 Apps waren betroffen. Im Regelfall kann man jedoch von einem gewissen Sicherheitsstandard ausgehen.“
Alexander Vukcevic, Director Virus Labs Avira

 

Muss ein USB-Stick vor dem Entfernen ausgeworfen werden?

Ein IT-Mythos, der auf den Datenverlust bei einem nicht ordnungsgemäßen Auswurf eines USB-Sticks anspielt. Wenn es schnell gehen soll und nur ein paar Daten auf dem Flash-Speicher gespeichert wurden, entfernt man einen USB-Stick gerne aus dem USB-Port, ohne ihn vorher auszuwerfen. Aber ob das der richtige Weg ist, schließlich sollen die Daten doch auch wirklich erhalten bleiben?

Allgemein wird bei einem ordnungsgemäßen Auswurf eines USB-Sticks sichergestellt, dass alle Schreibvorgänge auf dem Datenträger komplett abgeschlossen werden, bevor dieser offline geht. Mit dem offiziellen Auswerfen eines USB-Sticks ist man definitiv auf der sicheren Seite. Differenziert wird hier jedoch bei der Art des Betriebssystems. Denn nicht bei jedem Betriebssystem ist das Auswerfen des USB-Sticks unbedingt erforderlich.

Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel zum World Backup Day, in dem es um verschiedene Speichermedien wie den USB-Stick und unterschiedliche Backup-Strategien geht.

Schadet (zu) häufiges Aufladen dem Akku?

Wenn es sich um den Akku handelt, wollen viele auf Nummer sicher gehen. Am wichtigsten ist den meisten von uns der Akku des Handys oder des Laptops, denn ohne diese Geräte fühlen sich viele Nutzer im Alltag schnell verloren. Deshalb wird der Akku so oft wie möglich geladen – sogar, wenn er schon fast voll ist. Aber ist das auf lange Sicht gut für den Akku oder schadet zu häufiges Aufladen oder ein Weiterladen trotz vollem Akku sogar?

Dieses Gerücht ist schlicht nicht richtig. Früher hätte man seinem Akku durch zu häufiges Aufladen schaden können, dies ist bei der heutigen Akku-Generation zum Glück nicht mehr möglich. Was jedoch nicht zu empfehlen ist: Den Akku vollständig oder nahezu vollständig zu entladen, denn dies kann dem Akku durchaus Schaden zufügen.

Sind E-Mails wirklich sicher und können nicht gefälscht werden?

Ein großes Gerücht, welches immer wieder kursiert. Durch unseren technischen Fortschritt hat sich auch die Kriminalität weiterentwickelt. Die richtige Antwort ist deshalb bereits vielen bekannt, aber kennen Sie die genauen Gefahren, die Ihnen bei Spammails und gefälschten E-Mails auflauern?

Um die Ursprungsfrage zuerst zu beantworten: E-Mails sind nicht automatisch sicher und diese zu fälschen, ist ebenfalls möglich. Die Sicherheit von E-Mails wird bereits herabgesetzt, wenn man das Stichwort „Spammails“ nennt. Spammails verbreiten Malware, die dem System schaden kann. Es ist außerdem möglich, über diese „ausgespäht“ zu werden. Über den Absender einer E-Mail kann man sich heute nicht mehr sicher sein, schließlich sind Spammails oft gefälschte E-Mails, die von Hackern versendet wurden und sich als ein anderer Absender ausgeben.

Damit Sie genauer über diese Gerüchte informiert sind, lesen Sie unsere kommenden Artikel, in denen wir in Form von kurzen Videos die einzelnen IT-Mythen noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. In den Artikeln klären wir Sie über die wichtigsten Fakten zu den einzelnen Themengebieten auf und werden Ihnen nützliche Tipps geben, die Sie in Ihrem Alltag einsetzen können.
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Über den Autor
Lisa Blessgen
ist seit September 2016 duale Studentin im Bereich Marketing. Sie ist ein kreativer Kopf mit frischen und neuen Ideen und passt so hervorragend in unser Marketingteam.