Viele Inhaber denken, Ransomware sei ein Problem für Konzerne. Das Gegenteil ist der Fall. Angriffe laufen heute weitgehend automatisiert, und automatisierte Angriffe machen keinen Unterschied zwischen einem Dax-Konzern und einem Handwerksbetrieb mit 30 Mitarbeitern. Im Gegenteil, der Mittelstand ist oft das leichtere Ziel, weil der Schutz dünner ist. Die gute Nachricht: Mit ein paar konsequenten Maßnahmen senken Sie das Risiko erheblich.
Fast immer über denselben Weg: eine Phishing-Mail mit einem Anhang oder Link, den jemand im Stress anklickt. Dazu kommen ungepatchte Schwachstellen, schlecht abgesicherte Fernzugänge und gestohlene Zugangsdaten, hinter denen keine Multi-Faktor-Authentifizierung steht. Das klingt banal, und genau das ist der Punkt: Die meisten Angriffe sind keine Hightech-Kunststücke, sondern nutzen schlicht Lücken, die man hätte schließen können.
Es gibt nicht das eine Produkt, das Sie sicher macht. Wirksam ist erst das Zusammenspiel. Dazu gehören ein guter E-Mail- und Web-Schutz, eine Managed Firewall mit Geräteschutz, Multi-Faktor-Authentifizierung für alle wichtigen Zugänge und ein Patch-Management, das Lücken zeitnah schließt. Den Kern bilden isolierte, getestete Backups nach der bewährten 3-2-1-Regel: drei Kopien, zwei verschiedene Medien, eine davon außer Haus oder offline. Und nicht zu vergessen die Mitarbeiter, die mit etwas Schulung zur wichtigsten letzten Verteidigungslinie werden. Über allem läuft ein Monitoring, das Auffälligkeiten meldet, bevor sie zur Katastrophe werden.
Ein oder zwei Mal Nein? Dann gibt es eine Lücke, die geschlossen gehört.
Wenn es passiert, zählt jede Minute, aber nicht jede Hektik. Trennen Sie betroffene Systeme sofort vom Netz, damit sich nichts weiter ausbreitet. Zahlen Sie nicht vorschnell, denn eine Zahlung garantiert keine Entschlüsselung und macht Sie zum Wiederholungsziel. Informieren Sie Ihren IT-Dienstleister und, wo nötig, die Behörden. Dokumentieren Sie den Vorfall, auch für Melde- und Versicherungspflichten. Erst wenn sicher ist, dass die Schadsoftware draußen ist, spielen Sie aus sauberen Backups zurück. Und zum Schluss schließen Sie die Tür, durch die der Angreifer gekommen ist, damit sich das Ganze nicht wiederholt.
Wir sagen es deutlich, weil wir es immer wieder erleben: Ein Backup, das sich im Ernstfall nicht zurückspielen lässt, ist kein Backup, sondern eine Illusion. Deshalb müssen die Kopien isoliert liegen, damit die Ransomware sie nicht gleich mitverschlüsselt, und sie müssen regelmäßig getestet werden. Wir richten genau solche Backups ein, überwachen sie und prüfen, ob die Wiederherstellung auch wirklich klappt.
Sind kleine Unternehmen wirklich gefährdet? Ja, gerade die. Automatisierte Angriffe suchen nach Lücken, nicht nach Firmengröße. Wer schlecht geschützt ist, wird gefunden.
Soll man das Lösegeld zahlen? Wir raten ab. Eine Zahlung garantiert nichts, finanziert die nächsten Angriffe und stempelt Sie als zahlungsbereites Ziel ab.
Wie schnell ist man nach einem Angriff wieder arbeitsfähig? Mit getesteten Backups und einem Notfallplan oft in Stunden bis wenigen Tagen. Ohne beides kann es Wochen dauern, oder Daten sind für immer verloren.
Rufen Sie an unter 0221 8200860 oder senden Sie uns direkt Ihre Anfrage – werktags antworten wir binnen 24 Stunden, unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.