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PoE – Eine spezielle Form der Stromversorgung

Wenn man nicht gerade IT-Fachmann ist, begegnet man dem Begriff PoE wohl eher selten. Was unter dieser Netzwerktechnik zu verstehen ist und wie PoE genau funktioniert, soll im Folgenden kurz angerissen werden.

PoE – Was ist das?

Power over Ethernet (PoE) beschreibt die Funktion, netzwerkfähige Geräte über ein achtadriges Ethernet Kabel mit Strom und Daten zu versorgen. Dazu muss die elektrische Spannung von einer zentralen Verteilerstelle bis zum Endgerät übertragen werden, ohne dass sich Datensignal und Spannung in die Quere kommen. PoE wird vor allem von Netzwerkgeräten genutzt, die relativ wenig Strom verbrauchen, wie zum Beispiel IP-Kameras, IP-Telefone, kleine Hubs und WLAN Access Points (WAP).

Die Vorgehensweise von PoE

Damit die Endgeräte mit Strom versorgt werden können, ist eine bestehende Datenverbindung Voraussetzung. Über diese Datenverbindung ermittelt das Power Sourcing Equipment (PSE) die Geräte, die PoE-kompatibel sind und Strom benötigen. Diese Geräte heißen dann Powered Devices (PD). Die Stromversorgung funktioniert über sogenannte Endspan-Devices (wie zum Beispiel Switches) oder Midspan-Devices (wie zum Beispiel Hubs). Das PoE-System kann in Ethernet, Fast-Ethernet und Gigabit-Ethernet realisiert werden.

Die Vorteile von PoE

Einer der Hauptvorteile von PoE ist, dass man Stromversorgungskabel einsparen kann, da alle Funktionen allein über das Ethernet Kabel laufen. Das führt unter anderem auch zu flexibleren Möglichkeiten, die Endgeräte aufzustellen. Außerdem entstehen geringere Installationskosten und die Ausfallzeiten werden drastisch gekürzt.

Die meisten PoE-Systeme beinhalten eine gute Schutzfunktion, die den Strom automatisch abschaltet, wenn zu viel Spannung übertragen wird und dadurch ein Kurzschluss droht. Somit wird Schäden an den anhängenden Endgeräten vorgebeugt. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn man nicht weiß, ob das anzuschließende Endgerät PoE unterstützt oder nicht. Die Schutzfunktion eines PoE-Systems sollte vor dem Einschalten der Stromversorgung alle angeschlossenen Endgeräte auf PoE-Kompatibilität überprüfen. Dieses Verfahren nennt man dann Resistive Power Directory. Die Stromquelle prüft mit einer Messschaltung den Innenwiderstand des Geräts. Wenn sich dieser zwischen 19 und 26,5 kOhm befindet und er eine maximale Kapazität von 10 µF aufweist, kann die Energieversorgung aktiviert werden.

Weitere Informationen zu PoE:

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